OB Andreas Starke / Stadt Bamberg: Gemeinsames Erinnern an die Reichspogromnacht vor 80 Jahren

Veröffentlicht am 10.11.2018 in AntiFa/Migration

©Foto: Stadtarchiv Bamberg/Sonja Seufferth

Am Synagogenplatz erinnert ein Mahnmal an die ehemalige Synagoge und an die Vernichtung der Bamberger Judengemeinde im Dritten Reich. Ein Zeichen gegen das Vergessen. Ein sehr lebendiges und berührendes Zeichen setzte die Gedenkveranstaltung am Freitag, 9. November, anlässlich der 80. Wiederkehr der Reichspogromnacht hinzu. Neben den Gedenkworten von Oberbürgermeister Andreas Starke und Martin Arieh Rudolph, Vorsitzender der Israelitischen Kultusgemeinde Bamberg, lösten die Beiträge von Schülerinnen und Schülern unter den rund 300 Zuhörern Betroffenheit aus. 

Oberbürgermeister Andreas Starke erinnerte an den für die Deutschen schicksalhaften 9. November insgesamt, an die Geschehnisse rund um den Wilhelmsplatz vor 80 Jahren und an die Lehren, die daraus gezogen werden sollten. Ob Mauerfall, Geburtsstunde der deutschen Demokratie, gescheiterter Hitler-Putsch oder Reichspogromnacht - „der 9. November verbindet Höhen und Tiefen der deutschen Geschichte“, erklärte Starke. In Bamberg ähnelten die Vorkommnisse vor 80 Jahren denen in anderen deutschen Städten: Anzünden der Synagoge, Behindern der Feuerwehr durch den Befehl, nur die Nachbaranwesen zu schützen, schwere Ausschreitungen gegen und Inhaftierung von jüdischen Mitbürgern, Plünderungen von jüdischen Geschäften und Wohnungen. „Die Gewaltakte mahnen uns, den 9. November 1938 nie zu vergessen“, so der Oberbürgermeister. Er forderte alle angesichts der steigenden Anzahl von Straftaten gegen Juden auf, „gegen Antisemitismus zusammenzustehen und die Stimme zu erheben“, Menschenwürde und Andersdenkende zu respektieren. „Wer andere Menschen diffamiert und herabsetzt, bereitet den Boden, auf dem Straftaten gedeihen“, warnte er. 

„Juden haben zunehmend Angst, sich als Juden in der Öffentlichkeit erkennbar zu machen“, erklärte Martin Arieh Rudolph. Der Vorsitzende der Israelitischen Kultusgemeinde Bamberg forderte, den antisemitischen Tendenzen Einhalt zu gebieten. „Wir werden noch oft hier stehen müssen“, schätzte er.

Schülerinnen und Schüler von Franz-Ludwig-Gymnasium, Eichendorff-Gymnasium, Kaiser-Heinrich-Gymnasium und den Maria-Ward-Schulen gelang es, durch ihre Beiträge der Gedenkveranstaltung einen sehr berührenden Akzent zu verleihen. So zeichneten Schülerinnen des Eichendorff-Gymnasiums den Lebens- und Leidensweg jüdischer Schülerinnen des Gymnasiums in der NS-Zeit nach. Rabbiner Dr. Salomon Almekias-Siegl gedachte in seinem Gebet den Opfern des Holocaust. Mitglieder des Synagogenchors Bamberg unter Leitung von Dimitry Braudo umrahmten die Gedenkveranstaltung. 

 

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